Ökologisch denken heißt: nicht-trennend denken heißt: kybernetisch denken.

Wie Kant, Bateson, Maturana und Luhmann sich dabei gegenseitig glücklich ergänzen

von Franz Friczewski

 

"Wir leben heute in Zeiten, in denen „wir“ – wer oder was auch immer hier das Subjekt sein mag – angefangen haben, unsere biologische, psychische und sogar soziale Wirklichkeit mithilfe von Maschinen und Computern zu emulieren – ein Prozess, der dabei ist, uns selbst, unsere gesamte Lebensweise, auf dramatische Weise umzuformen, ohne dass wir ihn bisher aber recht greifen können. Emulieren heißt: ein System in oder mit einem anderen System zu (re)konstruieren. Menschen emulieren Wirklichkeit, seitdem sie sie mit Wort-Sprache (re)konstruieren; schön zu studieren etwa bei den Aborigines, die ihre sog. Songlines rituell begehen. Neu ist heute, dass wir das z. T. auf Maschinen übertragen. [1]

 

Mit der gegenwärtig dominierenden wissenschaftlichen Denkweise bekommen wir nur Fragmente dieses Transformationsprozesses in die Hand. Wie können wir sie so ordnen, dass wir mit ihm auf Augenhöhe kommen? Geht das überhaupt?

 

Wir müssen uns hier auf eine grundlegend neue Weise der uralten Frage stellen, was es heißt, ein Mensch zu sein – oder, was dasselbe ist: was Erkennen heißt. Es geht, um es mit G. Bateson zu sagen, um eine „Ökologie des Geistes“.[2] Den Schlüssel dafür finden wir, wie ich zeigen will, in kybernetischem Denken. Um zu sehen, wie kybernetisches Denken uns helfen kann, uns in der emergierenden Wirklichkeit zu orientieren, möchte ich im Folgenden besonders vier Denker ins Spiel bringen: Immanuel Kant, Gregory Bateson, Humberto Maturana und Niklas Luhmann. Sie scheinen teilweise nicht so recht untereinander anschlussfähig zu sein, ergänzen sich bei genauerer Betrachtung aber glücklich zu einer Ökologie des Geistes." ...

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